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Welches Hemd ist das richtige? Und welche Krawatte darf es dazu sein? Schlier sagt Männern, worauf sie achten müssen, um nicht nur gut, sondern perfekt angezogen zu sein.
Hauptsache Hemd & Krawatte – egal wie es aussieht? Wer das glaubt, sollte mal ein Spielkasino mit Krawattenpflicht besuchen und wird feststellen: Allein die Tatsache, dass ein Mann ein Hemd mit Krawatte trägt, macht aus niemandem einen Gentleman. Dabei gibt es für den modisch interessierten Mann nicht viele unumstößliche Regeln. Aber diese wenigen Regeln sollten beachtet werden.
Das Hemd Wie so oft in der Mode gilt Italien auch in Sachen Hemdenschneiderei als Inbegriff von Qualität und Design. Italiener haben ihre Hemden schon immer körperbetont getragen. Das ist jetzt auch in Deutschland angekommen.
Auf der Herrenmodemesse in Florenz geht der Trend eindeutig zurück zu den dezenten, klassischen Farben. Natürlich auch, weil ein weißes oder hellblaues Hemd zu jedem Anzug passt. Weiß ist dabei immer die elegantere Variante.
Gute Hemden sind aus Baumwolle, haben Knöpfe aus Perlmutt und sind im besten Fall nach Maß geschneidert - was bei Herstellern wie van Laack schon ab € 109,- möglich ist.
Die Krawatte Auf hämische Kommentare zu selbst bemalten Seidenkrawatten und Comicmotiven soll an dieser Stelle verzichtet werden. Fakt ist: Der falsche Schlips kann das ansonsten perfekte Outfit ruinieren.
Was zurzeit für Anzüge und Hemden gilt, gehört sich auch für eine gute Krawatte. Dezente Muster, uni, oder ein feiner Streifen - das funktioniert fast immer. Aber Vorsicht bei den Streifen: In Deutschland legt man Wert darauf, dass diese unbedingt von links unten nach rechts oben führen - also zum Herzen. Andersherum wirkt der Schlips angeblich negativ und pessimistisch.
Nun ist die richtige Krawatte auszuwählen das eine, sie richtig zu tragen das andere. Soll heißen: Der Krawattenknoten muss Schlips und Hemdkragen gerecht werden. Ist der Binder aus dickerem Material, bietet sich der eher schmale, klassische "einfache Knoten" an. Bei zarteren Seidenkrawatten kann es dafür gern der doppelte Windsorknoten sein. Auch für Hemden mit besonders weiter Kragenschenkel-Spreizung (Hai-Kragen) empfiehlt sich ein größerer Knoten. Er darf nur nie so groß sein, dass die Spitzen des Kragens von der Hemdbrust abheben.
Die Strümpfe In der Freizeitmode ist alles erlaubt. Doch im klassischen Businessoutfit dürfte dies der Punkt sein, der vermutlich den meisten Männern wehtun wird - weil es zum edlen Anzug nur eine einzige und sehr eindeutige Antwort gibt: Kniestrümpfe! Zum perfekten klassischen Anzug sind Kniestrümpfe ein Muss. Und zwar dezente, keine bunten. "Die dürfen nur exzentrische Engländer tragen."
Wer also keinen hellen Anzug trägt, hat Strümpfe in gedeckten Farben zu tragen. Schwarz, Grau, Blau, Braun - immer Ton in Ton zum Schuh oder Anzug. Beim Smoking sollten sie aus Seide sein, ansonsten aus Baumwolle, und zum Sportsakko auch mal aus Kaschmir.
Der Gürtel "Der Gürtel muss zu den Schuhen passen" Zur Beruhigung: Er muss dabei nicht exakt aus demselben Material sein und auch nicht dieselbe Farbe haben. Aber zu braunen Schuhen gehört grundsätzlich ein brauner Gürtel, zu schwarzen ein schwarzer. Und hier fangen die Fragen leider erst an. Darf der Gürtel zum Anzug eine auffällige Schnalle haben? Nein. Keine auffälligen Logos, keine Stierhörner, kein gar nichts. Da kann ein Hermès-Gürtel noch so eine feine Sache sein, getragen wird er nicht zum Anzug.
Die Gürtelschnalle muss übrigens nicht dem Material von Uhr oder Manschettenknöpfen angepasst sein. Nur unauffällig und schlicht, das wäre schön.
Die Manschettenköpfe Die gute Nachricht: Wer eine gelbgoldene Uhr trägt, muss nicht zwangsläufig gelbgoldene Manschettenknöpfe dazu wählen. Gerade der gekonnte Bruch macht die Gesamterscheinung spannend. Auch soll niemand gezwungen werden, ausschließlich die ganz konservativ-unauffälligen Varianten aus Silber zu tragen.
Das Spiel mit Edelmetallen, Steinen, Farben und Formen erfordert allerdings eine gewisse Stilsicherheit. Die wichtigste Regel lautet hier: Finger weg von vermeintlich lustigen Motto-Manschettenknöpfen. Börsenmakler sollten keine Dollarzeichen am Handgelenk spazieren tragen, und nicht einmal Stripclub-Besitzer haben die Erlaubnis für Pin-up-Motive.
Aufwendige Knöpfe mit Brillanten wiederum trägt man eigentlich nur zur "festlichen Abendgarderobe" (steht das oder "Black Tie" auf der Einladung: Smoking tragen).
Und die kleinen geflochtenen Stoffknoten mögen zwar günstig sein, waren aber ursprünglich nur Platzhalter für echte Manschettenknöpfe beim Hemdenverkauf. Und so sehen sie auch heute noch aus.
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