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Würzburg zu Beginn des 19. Jahrhunderts

Am Anfang des 19. Jahrhunderts residierte in Würzburg der Fürstbischof und später auch der Großherzog von Toskana.
Die Stadt am Main mit ihren damals 22.000 Einwohnern zog viele Menschen aus den umliegenden Regionen an, die sich hier Arbeit und Brot erhofften.

An der Residenz wurde immer noch gebaut, vor allem an der reichhaltigen Ausschmückung.

Eine Idee wird geboren

Der aus Königstein im Taunus stammende Adam Schlier hatte in seiner Heimat das Handwerk des Vergolders erlernt. 1815 zog er nach Würzburg und erhoffte sich hier eine Anstellung.

Nachdem er die Schneidermeisterstochter Anna Josepha Ringelmann geheiratet hatte, spielte er mit dem Gedanken, hier in Würzburg einen Textilhandel zu gründen, was er dann auch 1819 tat.

Doch die Stadt wollte es anders! Schon nach einem halben Jahr wurde ihm der "Verkauf aller gefertigten Kleidungsstücke und Handelswaren" mit "Strenge" - wie es in der Magistratsakte heißt - verboten.

1822, nach dem Tod seiner ersten Frau, heiratete Adam Schlier die Putzmacherin Appolonia Granz, die ihren "Hutsalon" in der Schustergasse 4, in ihrem eigenen Haus, betrieb.

Dies war das erste Grundstück der Firma Schlier.

Carl Schlier starb im Jahre 1892. Er hatte seinem jüngeren Sohn Fritz (1859-1938) die alleinige Geschäftsführung überschrieben, der dem Unternehmen bereits seit 1884 vorstand.
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Hans Schlier (1887-1962) setzte den "Wachstumskurs" des Hauses Schlier fort. Im Jahre 1922 - noch zu Lebzeiten seines Vaters Fritz - wurde das Geschäft renoviert und in ein für damalige Verhältnisse hochmodernes Unternehmen verwandelt.
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Am 02.11.1947 trat Kurt Schlier in das elterliche Geschäft ein. Gemeinsam mit seinem Vater Hans trieb er mit aller Energie den Wiederaufbau des Hauses Schlier in der Domstraße und Schustergasse voran.
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Wieder ein Carl Schlier! Nach Ausbildung im In- und Ausland trat Carl Schlier im August 1985 als Juniorchef in die Fußstapfen seiner Vorväter und damit in die gegenwärtige Firmengeschichte ein.
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